Wuppermann beteiligt sich bei Aquakin

Leverkusen / Fürth, 21. Juli 2016 – Eine nachhaltige und ressourcenschonende Produktion gehört schon lange zur Unternehmenskultur von Wuppermann. Nun unternimmt der Stahlverarbeiter den nächsten logischen Schritt und beteiligt sich an der Aquakin GmbH, einem aufstrebenden und innovativen Anbieter von Kleinwasserkraftwerken zur Energiegewinnung.


Wasserkraft ist einer der ältesten und derzeit die wichtigste regenerative Energiequelle. Aus diesem Grund hat Aquakin Kleinwasserkraftwerke für den dezentralen und mobilen Einsatz mit einer Leistung von bis zu 20 kW entwickelt. Die Wasserkraftwerke kommen dort zum Einsatz, wo bisher keine Energiegewinnung möglich war. So sind die verschiedenen Anlagen für Niedrigwasser ab 50 cm Gewässertiefe, geringe Fallhöhen ab 200 cm und langsames Fließgewässer einsetzbar. Zudem weisen diese Wasserkraftwerke keine Fischmortalität wie in konventionellen Turbinen auf. Das Linearkraftwerk geht sogar noch einen Schritt weiter: Es fügt sich in den natürlichen Lebensraum der Fische ein und kann die Neuerrichtung sogenannter „Fischtreppen“ überflüssig machen. Dieses Kraftwerk erzeugt aus der kinetischen Energie an nahezu jedem Flusslauf bis zu 160.000 kWh elektrischen Strom im Jahr, was in etwa dem Jahresbedarf von gut 30 Vierpersonenhaushalten entspricht, und ist so auch für kleine Kommunen interessant.

Ein Prototyp des Linearkraftwerks befindet sich bereits im Bau und noch in diesem Jahr sollen die ersten Anlagen bei Kunden installiert werden. Die Produktion soll bei der Wuppermann Systemtechnik am Standort Herbolzheim errichtet werden. Insbesondere wegen der Fertigungskompetenzen ist Wuppermann ein interessanter Partner für Aquakin. „Wir freuen uns, dass wir mit Wuppermann einen Partner aus dem industriellen Mittelstand für unsere Ideen gewinnen konnten. Mit den Fertigungskompetenzen des Familienunternehmens Wuppermann sind wir in der Lage, unser Wachstum zu realisieren, das sich aufgrund der vielen Anfragen bereits abzeichnet. Perspektivisch wollen wir der führende Anbieter von Kleinwasserkraftwerken werden“, sagt Benedikt Schröder, Geschäftsführer von Aquakin.

Für Wuppermann ist Aquakin ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie „Horizons 2020“ mit dem Ziel, Produkte direkt für den Endkunden zu entwickeln und zu fertigen. Mit der kürzlich umfirmierten Wuppermann Intralogistik GmbH hat das Unternehmen bereits den ersten Schritt getan, die Wasserkraftwerke sind also der nächste. Wuppermann entwickelt so auch selbst die Kunden von morgen und positioniert sich mit dieser Partnerschaft auf einem der wichtigsten Wachstumsmärkte der Zukunft.

„Wir sind der festen Überzeugung, dass der dezentralen Energieversorgung eine noch größere Bedeutung zukommen wird, sowohl in Entwicklungs- und Schwellenländern als auch in Industrienationen“, erklärt Dr. C. L. Theodor Wuppermann, Sprecher des Vorstands der Wuppermann AG. „Aquakin hat überzeugende Technologien entwickelt, Wasserkraft in bisher für die Energiegewinnung unzugänglichen Gebieten nutzbar zu machen. Und wir können uns als Systemlieferant frühzeitig in einem vielversprechenden Markt positionieren und am Wachstum partizipieren.“